Teppichwert ermitteln: So erkennst du, was dein Teppich wert ist
Der Wert eines Teppichs entsteht aus einer Kombination mehrerer Faktoren. Wer sie kennt, verkauft nicht unter Wert. Diese Anleitung zeigt, worauf Fachhändler zuerst schauen.
1. Handgeknüpft oder maschinell gewebt?
Drehe den Teppich um. Bei handgeknüpften Teppichen ist das Muster auf der Rückseite exakt sichtbar und die Knoten sind leicht unregelmäßig. Maschinenware zeigt eine gleichmäßige, oft mit Latex verklebte Rückseite.
Handgeknüpfte Teppiche erzielen ein Vielfaches des Preises maschinell hergestellter Teppiche – selbst bei stärkerer Abnutzung.
2. Knotendichte messen
Zähle auf der Rückseite die Knoten auf 10 cm in Breite und Länge und multipliziere die Werte. Ab etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter spricht man von feiner Ware, hochwertige Isfahan- oder Nain-Teppiche erreichen deutlich mehr.
Je höher die Knotendichte, desto feiner das Muster und desto höher in der Regel der Wert.
3. Material bestimmen
Wolle ist der Standard, Seide deutlich wertvoller, Kunstfaser praktisch wertlos. Seide glänzt je nach Lichteinfall unterschiedlich und fühlt sich kühl an.
Eine Mischung aus Korkwolle und Seidenkonturen ist bei vielen persischen Stadtteppichen üblich und wirkt preissteigernd.
4. Herkunft und Signatur
Bekannte Provenienzen wie Isfahan, Nain, Tabriz, Kashan, Ghom oder Bidjar sind gesuchter als anonyme Handelsware. Eine eingeknüpfte Signatur im Feld kann den Wert erheblich steigern.
5. Zustand realistisch bewerten
Florhöhe, Kanten, Fransen, Farbechtheit und Reparaturen bestimmen den Endpreis. Kleine Abnutzung ist bei antiken Stücken normal, Mottenschäden und Wasserflecken mindern den Wert deutlich.
Fotografiere Schäden offen mit – seriöse Käufer kalkulieren sie ein, statt später den Preis zu drücken.
Teppich bewerten lassen
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